
Die
Kirchengeschichte Prieperts wurde durch die jahrhundertelange Entwicklung
der Besiedlung unseres Raumes maßgeblich beeinflußt.
Die von dem Landesherrn eingesetzten Beauftragten (Lektoren) mussten bei
der Landaufteilung und den Dorfneugründungen 1 bis 2 große
Hufe Land für die Einrichtung einer Pfarre bereitstellen.
Demzufolge muss mit der Ersterwähnung Prieperts im Jahre 1351 davon
ausgegangen werden, dass Priepert schon damals über eine Pfarre (Kirche)
verfügte.
Diese Siedlung zwischen zwei Seen und der Havel gelegen, war ehemals ein
Angerdorf, an dessen einem Ende sich der Gutshof mit dem Gutshaus befand
und am anderen Ende die Kirche stand.
Ein hervorragendes Werk des Stils Ludwig XIV., in der herabhängenden
Palmette (palmblattähnliche Verzierung) unter dem oberen Bild,
schon den eben beginnenden Stil der Regentschaft bringend.

Zwei Säulen
mit korinthischen Kapitälen auf vorgekröpftem Gebälk
flankieren das von breiten Profilen umrahmte Altarbild, das Abendmahl
darstellend.
Bekrönt
wird der Altar von dem Bilde der Himmelfahrt zwischen Rankenwerk, flammende
Vasen, Puttis mit dem Herz Jesu, Kelch und Kreuz.
Ein Engel mit Siegespalme und Posaune schließt die Gruppe ab.
Die Seitenteile der Rückwand zeigen in dem Ranken- und Blumenwerk
die gesteigerte dekorative Wirkung des Stils.
Auf den ovalen Mittelstücken ist die Kreuzigung und Auferstehung
dargestellt.